Gemeinde Schwester - Widdershausen aktuelles Projekt

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Gemeinde Schwester

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Gemeindeschwester - Diakonnisse
Sie kannte jeden im Dorf
Sie war für alles zuständig, ob Gesundheit, Ernährung oder die Erziehung und Pflege der Kinder. Es kann auch vom ambulanten Pflegedienst gesprochen werden. Allerdings fuhr die Gemeindeschwester nicht mit einem Auto, sondern mit dem Fahrrad vor. Die Kirche war der Arbeitgeber und es gab keine Pflege im Minutentakt wie es heute der Fall ist. Hospizarbeit wurde auch geleistet. Als die Gemeindeschwester noch mit dem Fahrrad durch die Dörfer fuhr, gab es noch mehr Nachbarschaftshilfe und die Helferin mit dem weißen Häubchen wurde meist nur gerufen wenn die Menschen alleine nicht mehr weiter wussten. Da es im ländlichen Bereich kaum Ärzte gab, war die Gemeindeschwester in medizinischen Fragen oft die einzige Hilfe. Damals war es für die Frauen eine Berufung und da sie keine eigene Familie hatten, hatte ihr Tag nicht selten 24 Stunden.

In Widdershausen bestand von 1933 - 1976 eine Diakoniestation im Haus 36 (Eckhaus an der Abzweigung der Hauptstraße zur Bornstraße) gegenüber der evangelischen Kirche, besetzt mit einer Gemeindeschwester (Landeskirchliches Archiv Kassel, Findbuch G 2.6. Kurhessisches Diakonissenhaus).
Drei Diakonissen in ihrer tradionellen Tracht
Die Gemeindeschwester Elisabeth mit Widderhäuser Kindern nach dem sonntäglichen Kinder-Gottesdienst um 1965
Das "Hessische Diakonissenhaus" war am 18. Oktober 1864 in Treysa gegründet worden. Im Jahr 1893 wurde sein Sitz mit der Eröffnung des Diakonissen-Krankenhauses nach Kassel verlegt. Seit 1902 besteht es in der Rechtsform einer Stiftung.
Die Schwesternschaft bot den Diakonissen Geborgenheit und finanzielle Absicherung, aber auch die für Frauen im vergangenen Jahrhundert nicht selbstverständliche Möglichkeit einer Berufsausbildung.


Maria Werner wurde 1910 als Tochter von Konrad Jakob Werner (1830-1891) und Elisabeth Werner (1872-1939) geb. Ruch im Haus 4 (Friseur Erich Ruch, heute Sabine Rimbach) in in der Gänsegasse, der heutigen Werrastraße, in Widdershausen geboren.

Sie hatte 7 Geschwister, 2 Brüder und 5 Schwestern.

Maria Werner kam 1966 von Langenschwarz bei Burghaun. Maria war dort viele Jahre Gemeindeschwester und lebte im dortigen Gemeindehaus.

Maria pflegte bis 1970 ihre gelähmte Schwester Grete Werner (1912-1970) in der Werrastraße in Widdershausen bis 1970.

Maria starb 1990 im Diakonissen-Mutterhaus in Kassel.
Gemeindeschwester (Diakonisse) Maria Werner (1910-1990) bei einer Feier in Widdershausen
Diakonisse mit dem Rad unterwegs in einem hessischen Dorf
Waren im vergangenen Jahrhundert noch 500 Diakonissen und mehr in Nordhessen im Einsatz, so haben sich in den vergangenen Jahren die Schwestern in ihrer schlichten Tracht mit der weißen gestärkten Haube nach und nach aus dem Stadtbild und den Dörfern verabschiedet. In Jahre 2016 ging eine große Ära in Kassel zu Ende, aus dem Mutterhaus zogen die letzten betagten Diakonissen aus. Als „Feierabendschwestern“, die sie schon lange sind, leben die Schwestern jetzt in einem der nahe gelegenen Altersruhesitze der Diakonissen, von denen sich einige auf dem Areal des Diakonissenhauses befinden.
Als es noch keine Pflegeversicherung gab - Diakonisse pflegt eine bettlägerige Frau
Diakonisse mit dem Rad in der Hand, bei der Begrüßung eines Dorfbewohners und vielleicht der Beginn eines Gespräches unterwegs
Schwester Toni Köhler auf ihrem Dienstmotorrad 1941 mit Nichte Sonja in Biebergemünd, hier war sie von 1935 bis 1948 als Gemeindeschwester tätig.
Ein Bild aus der Zeit, als sie noch so viele waren - Diakonissen in den 1960er Jahren bei einem feierlichen Treffen in Kassel
Das neue Krankenhaus 1883 mit dem Diakonissen-Mutterhaus in Kassel-Wehlheiden jetzt Kassel Goethestr. 85
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